Ein Experiment für Lernen 2.0

Wer schneller fährt,
spart kaum Zeit
riskiert aber alles.

Paceometer macht den Time-Saving Bias sichtbar: dieses Bauchgefühl, dass „bisschen schneller" viel Zeit spart. Die Mathematik sagt etwas anderes — und die Folgen siehst du hier in Echtzeit.

Ein Projekt von
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01

Zeitgewinn? Marginal.

Bei 10 km Strecke kostet dich „70 statt 50 km/h" gerade mal 3 Minuten weniger. Die Wahrnehmung sagt: viel. Mathematik sagt: kaum.

02

Mehrkosten? Real.

Sprit, Strom, Verschleiß, Bußgeld, Punkte in Flensburg — alles steigt mit der Geschwindigkeit. Wir rechnen es live aus, mit aktuellen Tankerkönig-Preisen.

03

Risiko? Quadratisch.

Anhalteweg, Aufprallenergie, CO₂ — wachsen überproportional. Doppelt so schnell heißt vierfacher Bremsweg. Das siehst du hier in Pixel-Animationen.
Warum gerade jetzt?

Energie ist das politische Thema unserer Zeit

Strompreise, Spritpreise, Inflation, Klimaziele — überall wird gespart, jeder Liter und jede Kilowattstunde zählen. Genau jetzt war es noch nie wichtiger, die eigene Fahrweise auf den Prüfstand zu stellen — mit ehrlichem Blick auf Verbrauch, Kosten und Gefährdung.

Verbrauch

Doppelte Geschwindigkeit heißt vierfacher Luftwiderstand. Was du auf den letzten 20 km/h dazu gibst, kostet überproportional viel Sprit oder Strom.

Kosten

Live-Tankerkönig-Preise, aufs Jahr hochgerechnet: wir zeigen, was die paar Minuten Zeitgewinn dich real in Euro kosten — pro Fahrt und pro Jahr.

Gefährdung

Anhalteweg und Aufprallenergie wachsen quadratisch. Was im Kopf nach „bisschen mehr" klingt, ist in der Realität ein Vielfaches an Bremsweg — und an Lebensrisiko.

Klar gesagt: Hier geht es nicht um die politische Debatte rund um ein generelles Tempolimit auf Autobahnen. Es geht darum, sich an die bestehenden Limits zu halten — und genau das macht Paceometer greifbar: Raserei über dem Limit wird sichtbar, in Sekunden, Euro und Aufprallenergie.

Was du im Paceometer findest

Sechs Bilanzen, die zum Nachdenken bringen

Interaktiver Tacho

Zieh die Nadel, klick aufs Tempolimit-Schild — und sieh sofort, was sich ändert.

KI-Fahrlehrer

Mike Marx, eine KI-Persona (Stimme via ElevenLabs, Avatar via HeyGen), kommentiert jede Eingabe — Tonfall echt, Charakter synthetisch.

Anhalteweg live

Pixel-Animation: zwei Autos, ein Hund. Eines bremst rechtzeitig, das andere nicht.

Aufprallenergie

Gleicher Crash-Test, doppelt so schnell? Sieh, wie weit der Hund fliegt.

Sprit-Reichweite

Mit demselben Tank: das effizientere Auto kommt sichtbar weiter.

CO₂ in Bäumen

So viele Bäume müssten arbeiten, um deinen Mehrausstoß einzufangen.

Der Effekt dahinter

Time-Saving Bias

Untersuchungen von Peer & Gamliel (2013) zeigen: Menschen schätzen die Zeit, die sie durch schnelleres Fahren sparen, systematisch falsch ein. Sie unterschätzen den Gewinn bei niedrigen Geschwindigkeiten und überschätzen ihn bei hohen.

Paceometer dreht den Spieß um: statt „km/h" denkst du in Pace — Minuten pro Strecke. Das macht die krummlinige Beziehung zwischen Tempo und Zeit sofort sichtbar.

Beispiel · 10 km Strecke
50 km/h12 min
60 km/h10 min
Ersparnis ~2 min
100 km/h6 min
110 km/h5 min 27 s
Ersparnis ~33 s

Gleiche +10 km/h, völlig unterschiedlicher Effekt — und unsere Intuition liegt fast immer daneben.

Für wen

Fahrschulen, die Bewusstsein schaffen wollen

Fahrschüler:innen

Vor der Theoriestunde — Bauchgefühl mit Mathematik konfrontieren.

Fahrlehrer:innen

Visuelles Werkzeug für die Diskussion über Geschwindigkeit und Risiko.

Junge Fahrer:innen

Frisch im Straßenverkehr — ein letzter Realitätscheck vor der Autobahn.

Klima-bewusste Fahrer

CO₂ und Spritverbrauch in Bäumen und Euro ausgedrückt.

Häufige Einwände

Aber halt mal —

Die typischen Einwände, kurz und ehrlich beantwortet.

Aber wer 200 fährt, ist doch doppelt so schnell da wie wer 100 fährt — stimmt das nicht?
Stimmt — auf dem Papier. In der Realität fährst du nicht durchgehend mit Wunsch-Tempo: Tempolimits, Ortsdurchfahrten, Ampeln, Stau, Kurven, Verkehr. Studien zum echten Zeitgewinn zeigen wenige Minuten auf dem ganzen Weg, nicht die Hälfte. Und genau das ist der Fokus von Paceometer: typische Limit-Strecken — Innerorts, Landstraße, Stadtautobahn — wo du sowieso nicht „durchziehen" darfst. Spaßfahrten auf der freien Autobahn sind nicht das Thema.
Ist das nicht eine politische Tempolimit-Aktion?
Nein. Paceometer mischt sich nicht in die Debatte um ein generelles Tempolimit auf Autobahnen ein. Die App geht von den bestehenden Limits aus und zeigt, was es kostet, sich nicht daran zu halten. Punkt.
Was, wenn ich wirklich mal in Eile bin?
Klar gibt es Ausnahmen — Notfälle, Krankenwagen, Geburt im Anflug. Paceometer richtet sich an den Alltag: täglicher Arbeitsweg, Wochenend-Tour, Urlaubsfahrt. Genau die Situationen, in denen wir uns selbst einreden, „bisschen schneller" sei der Schlüssel. Spoiler: ist es meistens nicht.
Sind die Bußgelder und Spritpreise aktuell?
Ja. Die Bußgelder kommen aus dem aktuellen StVO-Bußgeldkatalog (Stand 2026, basierend auf der Novelle vom 09.11.2021), Quelle ist im Tool einsehbar. Die Spritpreise werden alle 4 Stunden über die Tankerkönig-API frisch geholt — Stand der Daten siehst du im Sprit-Modal.
Speichert ihr meine Daten? Muss ich mich anmelden?
Keine Anmeldung. Keine Tracking-Cookies. Deine Einstellungen (Tempolimit, Aufschlag, Strecke) liegen rein lokal in deinem Browser (localStorage). Du kannst sie jederzeit über das Menü „Daten zurücksetzen" wieder löschen.
Funktioniert das auch für E-Autos, LKWs oder Motorräder?
E-Autos sind direkt drin — eigene Verbrauchskurve in kWh/100 km, eigenes Reichweiten-Modell. Für LKWs und Motorräder gelten andere Bußgeld-Sätze und Verbrauchsprofile, die sind aktuell nicht abgebildet.
Warum redet da ein „Fahrlehrer" mit mir? Brauche ich keinen.
Mike Marx ist eine KI-Persona: Stimme (ElevenLabs TTS) und Avatar (HeyGen LiveAvatar) sind synthetisch erzeugt — kein echter Mensch. Die Texte stammen aus einem kuratierten Skript der Plakos Akademie und werden dynamisch zur jeweiligen Eingabe gewählt. Wer das nicht möchte, kann den Sound im Browser stummschalten; die Zahlen, Animationen und Bilanzen funktionieren auch ohne ihn.
Ist „Time-Saving Bias" nicht nur Theorie?
Der Effekt ist gut belegt — Peer & Gamliel (2013) zeigen experimentell, dass Menschen den Zeitgewinn durch höhere Geschwindigkeit systematisch falsch einschätzen. Paceometer macht den Bias greifbar: nicht abstrakt, sondern für deine konkrete Strecke und deine konkrete Geschwindigkeit, in Sekunden, Euro und Metern.

Probier es aus

Stell ein Tempolimit ein, dreh am Tacho, klick durch die Bilanzen. In zwei Minuten verstehst du, was Paceometer leisten kann.